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1) onemanband - zeitgenössische Musik, Entertainment & multi-tasking-Virtuosität

 

In ihrem Soloprogramm onemanband verbindet Dorrit Bauerecker zeitgenössische Musik mit Elementen aus den Unterhaltungsgenres und macht die Bühne zum Spiel-Platz: Hier treffen sich Entertainment und multi-tasking-Virtuosität, die Interpretin wird zu einer experimentellen Alleinunterhalterin.

 

Werke des Komponisten Moritz Eggert aus der Reihe "Hämmerklavier" stehen im Mittelpunkt des Programms. Als Grenzgänger der Musikgenres integriert er in seine Kompositionen nicht nur Elemente der Popmusik, sondern auch neue Formen von performativen Elementen, die der Konzertsaalnormalität widersprechen.

Speziell für onemanband entstandene Kompositionen für Akkordeon von Oxana Omelchuk und Niklas Seidl führen das Instrument in grundverschiedene Richtungen: Eben noch das Zentrum eines komplexen Aufbaus aus Manualen, der ein ruhig changierendes Spiel mit geschichteten Klangflächen ermöglicht, wird es kurz darauf, konfrontiert mit O-Tönen aus dem Obdachlosen-Milieu, wieder zum Schifferklavier der Straßen und Kaschemmen.

 

2) INNER CITIES - Soloprogramm mit Werken für Klavier/Akkordeon/Toypiano

 

INNER CITIES - der Titel von Alvin Currans Klavierstücken ist zugleich Programm.

Im aktuellen Solokonzert verwebt die Pianistin und Akkordeonistin Dorrit Bauerecker Currans Stücke auf humorvolle, verspielte Weise mit neuen Kompositionen für Akkordeon und Elektronik von Simon Rummel und Oxana Omelchuk sowie beiläufigen Miniaturen von Manos Tsangaris.

 

INNER CITIES verbindet so Werke von zeitgenössischen Komponisten aus drei Generationen und lässt klanglich und visuell die Grenzen zwischen dem Spiel am "statischen" Flügel und mit dem "beweglichen" Akkordeon zerfließen.

 

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3) Das Buch der Klänge - Klavierzyklus von Hans Otte

 

...für all die,

die ganz bei den Klängen sein wollen,

um so

auf der Suche nach dem

Klang der Klänge,

dem Geheimnis allen Lebens,

sich selbst

klingend

wiederzufinden, zu erfahren. (Hans Otte)

 

Die Suche nach der Ganzheit oder die Wiederentdeckung des Hörens

 

Der Klavierzyklus „Das Buch der Klänge" ist in den Jahren 1979-82 entstanden und wurde seitdem in vielen Ländern aufgeführt. In dem zwölfteiligen Werk offenbart sich eine fließende Synthese von alten und neuen Klangwelten.

Otte, dessen großes Vorbild John Cage war, hat zu Beginn des Kompositionsprozesses zunächst einmal Klänge gesammelt und diese auf einzelnen Notenblättern festgehalten. Auf diese Weise entstanden über vierhundert Notenseiten, aus denen heraus er schließlich eine konzentrierte Fassung von fünfundzwanzig Seiten komponierte. Über das Stück sagt er: „Mit diesem Buch der Klänge wird der Hörer wiederentdeckt als Partner von Klang und Stille, der, auf der Suche nach seiner Welt, einmal ganz bei Klängen sein will."

 

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4) Spiegelbilder

 

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge h-moll, WTK I

Arnold Schönberg

3 Klavierstücke op.11

 

Franz Liszt

Harmonies du soir (aus: Etudes d'exécution transcendante)

Adriana Hölszky

Hörfenster für Franz Liszt

 

Maurice Ravel

Alborada del gracioso (aus: Miroirs)

Moritz Eggert

Hämmerklavier XX: One Man Band 2

 

Miroirs, Spiegel hat Maurice Ravel einen Zyklus von Klavierkompositionen genannt. Und so wie in seinem Morgenlied des Narren heitere und ernste Momente im gleichen Moment aufeinandertreffen, spiegeln sich in diesem Konzert jüngere und ältere Klavierwerke. In einem Satz aus Moritz Eggerts Hämmerklavier wird die Pianistin zur One man band und stellt ihre Fähigkeiten zum Multi-Tasking auch an Mundharmonika und Toy-Piano unter Beweis.

Mit Adriana Hölszky stößt sie ein Hörfenster zu Franz Liszt auf, durch das Motive aus seinem Schaffen hereinströmen und mit modernen Mitteln verarbeitet werden: Das Instrument ist hier präpariert, wird gelegentlich zum Schlaginstrument, die Pianistin setzt gar ihre Stimme ein, um das historische Vorbild anzurufen. Durch Abendharmonien gibt es sich zu erkennen.

Der größte historische Abstand besteht zwischen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge und Schönbergs revolutionären 3 Klavierstücken von 1911. Ein Blick in die Noten verrät die Verwandtschaft: Schon Schönberg selbst bezeichnete Bachs dissonanzenreiches Thema scherzhaft als das erste Zwölftonthema der Musikgeschichte und erklärte es somit zum heimlichen Vorbild für seine kontrapunktische Schärfung der Dissonanz bis hin zur Atonalität.

 

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5) Nicht ohne meine Schwester

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Präludium und Fuge As-Dur op.35/4

Fanny Hensel

Sonate g-moll

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Venetianisches Gondellied fis-moll op.30/6

Fanny Hensel

Februar (aus dem Zyklus „Das Jahr") Abschied von Rom

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Variations sérieuses op. 54

 

„Mein liebster Fenchel (gemeint ist die Schwester Fanny), erst heut, kurz vor meiner Abreise, komme ich Rabenbruder dazu, Dir für Deinen Brief zu danken und Dir meinen Handwerkssegen zu geben zu dem Entschluß, Dich auch unter unsere Zunft zu begeben,...mögest Du nur Autor-Plaisir und gar keine Autor-Misere kennen lernen, und möge das Publikum Dich nur mit Rosen und niemals mit Sand bewerfen...

Der Tafelschneidergeselle Felix Mendelssohn-Bartholdy."

Wie ungewöhnlich und schwierig es noch im 19.Jahrhundert war, als Frau zu komponieren, geschweige denn die eigenen Werke zu veröffentlichen, zeigt sich an der Biographie von Fanny Hensel. Trotzdem auch ihr Bruder Felix nicht frei von den damaligen Rollenvorstellungen war, hatten beide dennoch zeitlebens eine innige Geschwisterbeziehung. Es gibt eine Vielzahl von Briefen, in denen sie sich intensiv über musikalische Dinge ausgetauscht haben. Die Meinung des anderen war ihnen stets wichtig. Das Konzertprogramm läßt die Werke beider Geschwister gleichermaßen zu Wort kommen und zeigt deren Facettenreichtum.

 

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